22,4
Ø Kaufpreisfaktor MFH 2025
Analyse der Berliner Zinshausmarktdaten 2025 und Ausblick für Eigentümer und Investoren 2026.
22,4
Ø Kaufpreisfaktor MFH 2025
2.160 €
Median Kaufpreis/m²
15,80 €
Angebotsmiete/m² 2025
751
Kauffälle MFH 2025
Quellen: Guthmann Zinshaus-Marktbericht 2026 (Kaufpreisfaktor 22,4, Median 2.160 €/m²) · CBRE/Berlin Hyp Wohnmarktreport 2026 (Angebotsmiete 15,80 €/m²) · Gutachterausschuss Berlin 2025: ca. 751 Kauffälle MFH + WGH (ohne Paketverkäufe)
Der Berliner Zinshausmarkt hat 2025 eine Trendwende vollzogen. Nach drei Jahren Preiskorrektur und rückläufigen Transaktionszahlen kehrt wieder Liquidität in den Markt zurück. Die Kaufpreisfaktoren haben sich auf einem neuen, realistischen Niveau stabilisiert: Der Berliner Durchschnitt liegt 2025 bei Faktor 22,4.
Wer 2021 zu Faktor 32 gekauft hat, zahlt heute für dasselbe Objekt rechnerisch rund 28 Prozent weniger. Gleichzeitig sind die Mieten gestiegen. Die Angebotsmiete liegt 2025 bei 15,80 €/m², stabil auf hohem Niveau. Die Differenz zwischen Bestandsmiete und Neuvertragsmiete beträgt inzwischen über 100 Prozent, ein struktureller Werttreiber für jeden Bestandshalter.
2025 wurden 751 Kauffälle im Segment Mehrfamilienhäuser und Wohn- und Geschäftshäuser registriert. Der Markt dreht wieder. Käufer kalkulieren konservativer, Budgets werden auf mehrere kleinere Objekte gestreut. Wer als Verkäufer realistische Preise aufruft, findet Käufer. Wer an den alten Faktoren festhält, verkauft nicht.
Der Berliner Zinshausmarkt hat drei außergewöhnliche Jahre hinter sich. 2021 erreichten die Kaufpreisfaktoren mit durchschnittlich 32,1 ihren historischen Höchststand. Mehrfamilienhäuser wurden in Spitzenlagen zum 35- bis 40-fachen der Jahresnettokaltmiete gehandelt. Dann kam die Zinswende im Juli 2022.
Die Europäische Zentralbank hob den Einlagezinssatz binnen 15 Monaten von minus 0,5 Prozent auf plus 4,0 Prozent, die steilste Zinserhöhung in der Geschichte der EZB. Die Folge am Berliner Markt: Die Kaufpreise für Mietshäuser sanken um rund 30 Prozent.
Seit 2024 dreht der Markt wieder. Käufer haben sich an das neue Zinsniveau angepasst. Die EZB hat seit Juni 2024 acht Zinssenkungen vorgenommen und pausiert seit Juni 2025 bei einem Einlagezins von 2,00 Prozent. Die Bauzinsen für 10-jährige Finanzierungen haben sich auf 3,5 bis 3,9 Prozent eingependelt. Das ist historisch betrachtet ein normales Niveau.
2021
Boom
Faktor 32,1, historischer Höchststand
2022–23
Korrektur
Preise −30 %, Transaktionen rückläufig
2024–25
Erholung
Stabilisierung, neue Einstiegschancen
Der Kaufpreisfaktor ist die zentrale Kennzahl für Investment-Immobilien. Er zeigt, wie viele Jahresnettokaltmieten ein Käufer für ein Objekt zahlt. Ein Faktor von 22 bedeutet: Ein Mietshaus mit 100.000 Euro Jahresmiete kostet 2,2 Millionen Euro.
Ein Objekt mit 100.000 Euro Jahresnettokaltmiete kostete 2021 rund 3,21 Millionen Euro. Heute kostet dasselbe Objekt, wenn die Miete gleich geblieben wäre, rund 2,24 Millionen Euro. Das ist eine Ersparnis von knapp einer Million Euro gegenüber dem Höchststand.
Bei den aktuellen Finanzierungszinsen von 3,5 bis 3,9 Prozent funktioniert die Rechnung für eigenkapitalstarke Käufer wieder. Wer 20 bis 30 Prozent Eigenkapital mitbringt und realistische Nebenkosten einkalkuliert, kann mit diesen Faktoren solide Renditen erzielen.
| Jahr | Ø Kaufpreisfaktor | Kaufpreis bei 100.000 € Jahresmiete |
|---|---|---|
| 2009 | 13,5 | 1.350.000 € |
| 2015 | 23,2 | 2.320.000 € |
| 2020 | 28,5 | 2.850.000 € |
| 2021 | 32,1 | 3.210.000 € |
| 2022 | 28,0 | 2.800.000 € |
| 2023 | 23,0 | 2.300.000 € |
| 2024 | 22,8 | 2.280.000 € |
| 2025 | 22,4 | 2.240.000 € |
Quelle: Guthmann Zinshaus-Marktbericht 2026.
Der Marktdurchschnitt von Faktor 22,4 ist ein Anhaltspunkt. Was dein Objekt konkret erzielt, hängt von Mikromarkt, Mietniveau, Zustand und dem richtigen Käuferprofil ab.
Lass prüfen, welchen Faktor dein Zinshaus 2026 realistisch erzielen kannKaufpreisfaktor-Entwicklung
2009
2015
2020
2021
2022
2023
2024
2025
Kaufpreisfaktor Berlin: 2009: 13,5 — 2015: 23,2 — 2020: 28,5 — 2021: 32,1 — 2022: 28,0 — 2023: 23,0 — 2024: 22,8 — 2025: 22,4. Quelle: Guthmann Zinshaus-Marktbericht 2026.
Der Berliner Markt ist kein einheitlicher Markt. Zwischen Mitte und Spandau liegen nicht nur geografisch, sondern auch preislich Welten. Der Median-Transaktionspreis reicht 2025 von 1.840 €/m² in Spandau bis 2.920 €/m² in Lichtenberg.
Für Cashflow-Investoren sind aktuell vor allem Spandau, Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf interessant. Niedrige Faktoren, stabile Mieten, weniger Regulierungsdruck. Für langfristige Wertsteigerung bleiben Mitte, Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf die zentralen Zielmärkte. Für Investoren mit Wachstumsperspektive ist Lichtenberg die auffälligste Entwicklung 2025, mit einem Preisanstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die vollständige Bezirksübersicht mit Handlungsempfehlungen pro Bezirk findest du im vollständigen Marktbericht.
| Bezirk | Median Kaufpreis/m² 2025 | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|
| Mitte | 2.240 € | +7 % |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 2.060 € | −2 % |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 2.430 € | −9 % |
| Pankow | 2.460 € | +2 % |
| Neukölln | 1.920 € | +6 % |
| Tempelhof-Schöneberg | 2.030 € | −10 % |
| Steglitz-Zehlendorf | 2.040 € | k. A. |
| Lichtenberg | 2.920 € | +38 % |
| Treptow-Köpenick | 2.160 € | +20 % |
| Marzahn-Hellersdorf | 2.450 € | +3 % |
| Spandau | 1.840 € | +4 % |
| Reinickendorf | 1.890 € | −10 % |
Quelle: Guthmann Zinshaus-Marktbericht 2026.
Der Berliner Mietmarkt ist 2025 weiter in zwei Welten auseinandergelaufen. Auf der einen Seite die Bestandsmieten, reguliert durch Mietspiegel und Mietpreisbremse, die in Berlin flächendeckend gilt und bis Ende 2029 verlängert wurde. Auf der anderen Seite die Neuvertragsmieten, die in Berlin bundesweit am stärksten steigen.
Die Angebotsmiete für Bestandswohnungen liegt 2025 bei 15,80 €/m², stabil auf hohem Niveau nach den starken Anstiegen der Vorjahre. Die Differenz zwischen regulierter Bestandsmiete und Neuvertragsmiete beträgt inzwischen über 100 Prozent. Ein typisches Berliner Mietshaus hat damit eine strukturelle Mietdynamik, die sich über Mieterwechsel realisieren lässt.
2021
12,20 €
2022
13,10 €
2023
14,20 €
2024
15,80 €
2025
15,80 €
Angebotsmiete Berlin: 2021: 12,20 €/m² — 2022: 13,10 €/m² — 2023: 14,20 €/m² — 2024: 15,80 €/m² — 2025: 15,80 €/m². Quelle: CBRE/Berlin Hyp Wohnmarktreport 2026.
Quelle: CBRE/Berlin Hyp Wohnmarktreport 2026.
Im vollständigen Bericht werden die Bezirksdaten durch eine Finanzierungsrechnung, regulatorische Einordnung und konkrete Handlungsoptionen ergänzt.
Darüber hinaus enthält der Bericht Szenarien für 2026 und eine segmentierte Einordnung für unterschiedliche Investorentypen.
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Bezirks-Spotlights, Käuferstruktur, Mietmarkt-Detail, drei Szenarien für 2026 und konkrete Handlungsempfehlungen.
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Pankow
Unser persönlicher Favorit für das Zusammenspiel aus Nachfrage, Mietdynamik und Substanz. Prenzlauer Berg bietet hochwertigen Altbaubestand mit stabiler Mieterschaft. Weißensee und Pankow-Mitte sind 2026 die spannendsten Aufwertungslagen im Bezirk. Median-Kaufpreis 2025: 2.460 €/m², plus 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Investoren die Qualität über kurzfristigen Cashflow stellen, ist Pankow der stärkste Berliner Markt.
Spandau
Der Bezirk mit dem niedrigsten Median-Kaufpreis 2025: 1.840 €/m², niedrige Faktoren, stabile Mieten. Praxisbeispiel aus unserer Vermittlung: Ein Bauträger hat über unsere Suchkartei ein Objekt zum Faktor 17,8 off-market erworben, voll vermietet, Abschluss in drei Wochen. Für Investoren die positiven Cashflow von Tag eins brauchen, ist Spandau der realistischste Einstiegsmarkt.
Treptow-Köpenick
Plus 20 Prozent auf 2.160 €/m² ist das stärkste Preiswachstum aller Berliner Bezirke 2025. Adlershof, Oberschöneweide und Alt-Treptow gewinnen massiv an Zugkraft durch den Wissenschafts- und Technologiestandort Adlershof und die Nähe zur Innenstadt. Für Investoren die früh in die Entwicklung eines Bezirks einsteigen wollen, ist Treptow-Köpenick die größte Chance für 2026.
Käufergruppen Berliner Wohn- und Geschäftshäuser 2024: Private Käufer 54,9 %, Family Offices 19,6 %, semi-professionelle Investoren 10,8 %, Fonds 9,8 %, Projektentwickler 3,9 %, Genossenschaften 1,0 %. Quelle: Engel und Völkers Commercial Berlin.
54,9 % — Private Käufer
19,6 % — Family Offices
10,8 % — Semi-professionelle Investoren
9,8 % — Fonds
3,9 % — Projektentwickler
1,0 % — Genossenschaften
Laut Engel & Völkers Commercial wurden Berliner Wohn- und Geschäftshäuser 2024 überwiegend von privaten Investoren gekauft. Private Käufer stellten mit 54,9 % die größte Gruppe, gefolgt von Family Offices mit 19,6 %, semi-professionellen Investoren mit 10,8 %, Fonds mit 9,8 %, Projektentwicklern mit 3,9 % und Genossenschaften mit 1,0 %.
Für 2025 zeigt sich laut Engel & Völkers eine Verschiebung: Family Offices und institutionell geprägte Käufer haben ihre Marktanteile ausgebaut und machen inzwischen rund die Hälfte der Käufer aus. Private und semi-professionelle Investoren bleiben aber gerade bei kleineren und mittleren Zinshäusern relevant.
Quelle: Engel & Völkers Commercial Berlin, eigene WGH-Transaktionen Berlin 2024; Marktlage & Perspektiven Wohn- und Geschäftshausmarkt Berlin 2025/2026.
7,21 €/m²
Mietspiegel Berlin 2024 (Bestand)
15,80 €/m²
Angebotsmiete Bestandswohnungen 2025
22,00 €/m²
Angebotsmiete Neubau 2025
Die Differenz zwischen regulierter Bestandsmiete und Neuvertragsmiete beträgt inzwischen über 100 Prozent. Das ist kein Problem, sondern ein struktureller Werttreiber.
Praxisbeispiel: Ein typisches Berliner Mietshaus mit 50 Wohneinheiten und 5 Prozent Fluktuation pro Jahr bedeutet zwei bis drei Mieterwechsel jährlich. Bei jedem Wechsel kann die Miete im Rahmen der Mietpreisbremse angehoben werden. Über 10 Jahre entsteht eine substanzielle Wertsteigerung allein durch Mietanpassungen, ohne einen Euro zu investieren.
Die Deutsche Bundesbank weist für besicherte Wohnungsbaukredite im Neugeschäft zuletzt Effektivzinssätze von rund 3,6 % aus (Februar 2026). Für 10-jährige Darlehen nennt Interhyp Anfang April 2026 durchschnittlich 3,9 %. Zinshausfinanzierungen können je nach Objekt, Beleihungsauslauf, Eigenkapitalquote, Bonität und Bank davon abweichen.
2021
−0,5 %
Mitte 2022
0 %
Ende 2022
1,5 %
Mitte 2023
3,5 %
09/2023
4,0 %
2024
3,5 %
06/2025
2,25 %
04/2026
2,00 %
EZB-Einlagezinssatz Entwicklung: 2021: −0,5 % — Mitte 2022: 0 % — Ende 2022: 1,5 % — Mitte 2023: 3,5 % — September 2023: 4,0 % — 2024: 3,5 % — Juni 2025: 2,25 % — April 2026: 2,00 %.
| Kaufpreis | 2.500.000 € |
| Nebenkosten (8 %) | 200.000 € |
| Gesamtkosten | 2.700.000 € |
| Eigenkapital (20 %) | 540.000 € |
| Fremdkapital | 2.160.000 € |
| Zinssatz (10 J., Marktanker) | 3,70 % |
| Annuität (Zins + Tilgung 2 %) | −123.120 € p.a. |
| Netto-Mieteinnahmen | 114.000 € p.a. |
| Cashflow vor Steuern | −9.120 € p.a. |
Marktanker Finanzierungszins: Deutsche Bundesbank, Zinsstatistik besicherte Wohnungsbaukredite, Neugeschäft (Feb. 2026): 3,62 %. Interhyp, 10-jährige Bauzinsen (April 2026): 3,9 %. Objektabhängige Zinshausfinanzierung individuell nach LTV, Kapitaldienstfähigkeit und Bonität.
Der Cashflow ist vor Objektkosten bereits leicht negativ. Nach Instandhaltung, Verwaltung und Leerstandsrisiko ist mit einem deutlicheren Liquiditätsbedarf zu rechnen. Eigenkapitalstarke Investoren kalkulieren dies ein und setzen auf Wertsteigerung und Mietentwicklung als Renditetreiber.
Unsere Einordnung auf Basis der aktuellen Marktlage. Kein Prognose-Anspruch, sondern eine strukturierte Bewertung der realistischen Entwicklungspfade.
Basisszenario — 70 %
Moderate Preissteigerungen von 3 bis 4 Prozent, stabile Zinsen zwischen 3,5 und 3,9 Prozent, leicht zunehmende Transaktionszahlen. Private Investoren bleiben die dominante Käufergruppe. Die Schere zwischen Bestand und Neuvermietung öffnet sich weiter. Gute Objekte zu realistischen Preisen finden Käufer, überteuerte Objekte bleiben liegen.
Positives Szenario — 20 %
Überraschend deutliche EZB-Zinssenkungen im zweiten Halbjahr 2026, Preisanstiege von 5 bis 7 Prozent, Rückkehr institutioneller Investoren. Die Kaufpreisfaktoren steigen wieder Richtung 25. Deals werden schneller abgeschlossen, Verhandlungsspielraum sinkt. Wer jetzt kauft, profitiert überproportional.
Negatives Szenario — 10 %
Makroökonomischer Schock, Zinsanstieg auf 4,5 bis 5 Prozent, Preisstagnation oder leichter Rückgang. Institutionelle Investoren ziehen sich weiter zurück. Eigenkapitalstarke Private nutzen die Situation für günstige Einstiege. Für langfristig orientierte Käufer kein Drama, für kurzfristig orientierte Verkäufer schwierig.
Antonio-Jean de Dieu Likoy
Inhaber MFH-Immo e.K. · Berliner Spezialist für Zinshäuser
Seit über 10 Jahren begleite ich Eigentümer und Investoren beim diskreten Kauf und Verkauf von Berliner Zinshäusern. Die Zahlen in diesem Bericht sind öffentlich. Die Einordnungen basieren auf dem, was wir täglich im Markt sehen. Wenn du konkrete Fragen zu einem Objekt oder deiner Ankaufsstrategie hast, meld dich direkt.
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